Zimmer frei
im Hotel Mariandl
Kunstaktion vom 12. bis 16. Oktober 2011

Für einige Tage gestalten fünfzehn junge internationale Künstlerinnen und Künstler zwei Etagen des Hotel Mariandl in der Goethestraße 51 um und interpretieren die Räume neu, während der Hotelbetrieb auf den anderen Etagen normal weiterläuft.
Die Ausstellung kann von Mittwoch, den 12.10. bis Sonntag, den 16.10. besucht werden. Sie ist täglich geöffnet von 12 bis 22 Uhr, zur Langen Nacht der Münchner Museen am 15.10. sogar bis 02 Uhr, allerdings dann nur mit gültiger Eintrittskarte.
Leporello Zimmer frei 2011 (PDF)
Bereits seit elf Jahren nutzen junge Künstlerinnen und Künstler das Hotel Mariandl, um witzige, spannende oder poetische Ideen zu entwickeln und sie in den außergewöhnlichen historischen Räumen, die sie dort vorfinden, umzusetzen. Das Vorhandene wird aufgegriffen und verändert. Dazu bedienen sie sich unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten, Materialien und Medien. Eine besondere Komponente erhält das interkulturelle Projekt durch die Vermischung von Kunst und Alltag. Während einige der Hotelzimmer durch die Kunstschaffenden aus dem alltäglichen Gebrauch herausgenommen werden, bleiben die anderen von Hotelgästen bewohnt. Das Ausstellungspublikum erlebt so beide Zustände.
Rahmenprogramm: „Staubbedeckter Himmel II, Cover (me) and see (sea).“ - Konzertante Klangskulptur von Marcel Saegesser mit Katryn Hasler (Baritonvioline) und Florine Juvet (Akkordeon). Performance von Nela Adam am 15. Oktober ab 20 Uhr in Zimmer 13.
Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern:
Daniel Man Extraktion mit 7gr
Daniel Mans Installationen im Treppenhaus sind inspiriert von Gewebe, von Spinnenweben und Fliegenfallen.
Ergül Cengiz Die kranke Rose
Blumen und Geschenke schmücken das Hotelzimmer und machen es zu einem lebenden Stillleben. Die Blumen symbolisieren dabei sowohl Schönheit als auch Verfall.
Mirei Takeuchi Wellental
Für die Künstlerin ist das Hotelzimmer ein Zwischenraum, in dem Traum und Realität verschwimmen. Sie schmückt es mit Gegenständen, die darin eine neue Bedeutung erlangen.
Yutie Lee Routine Zi.12
Durch kleine Rollen unter den Möbeln erlangen diese eine neue Mobilität. Die vorgesehenen Platzierungen werden hinfällig, die Routine wird aufgebrochen.
Nela Adam & Anna Schölß Cover (me) and see (sea)
Das Inventar des Zimmer ist durch Decken verhüllt, der Raum wird zu einer anderen Welt. Videos zeigen Aufnahmen aus der Natur, das Außen wird somit nach innen getragen und beides verschmilzt zu einer traumartigen Szenerie.
Oh Seok Kwon Zimmer 114
Der Künstler fotografiert Gegenstände in dem Zimmer, verändert dazu jedoch ihre Position und kombiniert sie mit anderen Objekten. Die Perspektive ändert sich.
Johannes Hartmann Urteil
Die Einrichtung bleibt als eigenständiges Objekt erhalten und wird somit aufgewertet. Lebensgroße Figuren werden zu Betrachterinnen der Szene.
Moritz Altmann Stilismen
Aus den bereits vorhandenen Einrichtungsgegenständen entstehen Objekte, die durch diese Weiterentwicklung neue Inhalte und Funktionen erhalten.
Minyoung Paik Let me sleep on it
Schlaf bedeutet Tätigkeit des Unterbewusstseins, die Realität nimmt andere Formen an. Das Hotelbett ist der Ort, an dem diese Veränderung stattfindet.
Stephanie Müller & Klaus Erich Dietl Stick Stoff
Inspiriert vom Arbeitszimmer Sigmund Freuds wird das Hotelzimmer zu einem Ort der Begegnung und des Dialogs mit den BesucherInnen.
Madeleine Schollerer never stop
In kurzen Abständen werden die Namen weltweiter Metropolen eingeblendet, die in den BetrachterInnen Assoziationen wecken. Die Hektik der globalen Mobilität erreicht somit das Hotelzimmer.
Nejat Baydar Stundenhotel
Der Besucher wird zum Zeugen einer Bluttat, die sich hinter verschlossenen Türen abspielt. Die Anonymität eines Hotels kann verhängnisvoll sein.
Horst Rainer
(Gastkünstler)
Baumzeit – Raumzeit
Installation vor dem Eingang des Hotels.
ZIMMER FREI : MARIANDL HOTEL 11-16/10/2011


AUSRICHTUNG : KATHOLISCHE AKADEMIE IN BAYERN 13/Mai-15/JULI/2011


KUNSTMEILE : MAINBURG 5/2010

